01.10.18

Offizielle Anerkennung für die Fortbildungsangebote der Entwicklungs-NGO ASTM

Für die luxemburgische Entwicklungs-NGO Action Solidarité Tiers Monde (ASTM) ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Fortbildungszentrum getan. Mit dem „Agrément comme organisateur de cours de Formation Professionnelle Continue“ hat das Ministère de l’Education nationale, de l’Enfance et de la Jeunesse die ASTM nun als offiziell zugelassener Weiterbildungsanbieter anerkannt.

Lehrerfortbildungen zum „Globalen Lernen“ in Zusammenarbeit mit dem “Institut de formation de l’Education nationale (IFEN)“ haben bereits lange Tradition bei der ASTM. Zusätzlich konnte in den letzten Jahren das Angebot für Erzieher, Gemeindemitarbeiter und Gruppenleiter in den Bereichen „Nachhaltige Beschaffung“ und „Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)“ ausgebaut werden. Dank dieser offiziellen Anerkennung als Veranstalter von Weiterbildungsangeboten wird es für Arbeitnehmer künftig noch einfacher, die Anerkennung als Bildungsurlaub für Fortbildungen zu erhalten, die von der ASTM durchgeführt werden.

Warum bietet die ASTM Fortbildungen an?

Globale Nachhaltigkeit, Menschen- und Umweltrechte, Klimawandel und Ressourcenschutz sind zentrale Arbeitsfelder der ASTM und fester Bestandteil entwicklungspolitischer Bildungsarbeit. Die Bedeutung einer gleichwertigen Behandlung von Umwelt- und Entwicklungsperspektiven findet sich schon im Grundsatz 4 der Rio-Deklaration von 1992, die besagt, dass eine nachhaltige Entwicklung nur möglich ist, wenn der Umweltschutz Bestandteil des Entwicklungsprozesses sei und nicht von diesem getrennt betrachtet werde – eine Aussage, die 2015 durch die von der UN formulierten globalen Nachhaltigkeitsziele nochmals bestätigt wurde.

Die Fortbildungen, die wir anbieten, ermöglichen den Teilnehmern, sich im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung verschiedene Kernkompetenzen des Globalen Lernens anzueignen oder sie zu stärken. Dies gilt insbesondere für das kritische Hinterfragen der Globalisierung, die Analyse der eigenen Rolle und Verantwortung und den Perspektivenwechsel bis hin zur Gestaltungskompetenz”, erklärt die ASTM- Koordinatorin Nicole Ikuku. Die neuen individuellen Fähigkeiten könnten so später gezielt als Motor von neuen Gruppenaktivitäten zur BNE eingesetzt werden, um gemeinsam Bildungsaktivitäten, gesellschaftliche Transformationsprozesse oder strukturelle Veränderungen anzustoßen. „Globales Lernen ist eine gesellschaftliche Aufgabe und wichtiger Bestandteil der Bildung für nachhaltige Entwicklung“, bestätigt Birgit Engel, Bildungsreferentin für Globales Lernen bei der ASTM. „Die zunehmende Globalisierung und Komplexität der Welt lässt die Bedeutung des Lernbereichs Globale Entwicklung immer größer werden und das nicht nur für Kinder. Daher sollte es von der ersten Klasse an selbstverständlich sein, solche Themen in den Unterricht zu integrieren, was im Übrigen auch nicht schwer ist. Globales Lernen greift Themenfelder aus allen Lebensbereichen des Alltags – auch aus der Lebenswelt von Kindern – auf und verbindet sie miteinander. Auf der Basis der täglichen Erfahrungen ihrer Partnerorganisationen in sogenannten “Entwicklungsländern” sieht die luxemburgische NGO (seit ihrer Gründung 1969) Fortbildungen als ein Mittel zur Bewusstseinsbildung und zur Übernahme globaler Verantwortung auf individuellem und gesellschaftlichem Niveau.

„Erfahrungsgemäß werden insbesondere die Gestaltungsmöglichkeiten BNE im eigenen Umfeld nach dem Motto “Global denken – lokal handeln” auch als sehr motivierend empfunden, was uns schlussendlich dem Ziel, dem Engagement für eine Nachhaltige Entwicklung, ein Stück näher bringt”, so Birgit Engel weiter. Den Lehrerfortbildungen kommt zudem im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogrammes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ eine erhöhte Bedeutung zu, da Jugendliche dort eine der fünf prioritären Zielgruppen darstellen.

An wen richten sich die ASTM-Fortbildungen?

Aufgrund der globalen Bedeutung des Themas richten sich die Fortbildungen der ASTM insbesondere an Multiplikatoren, also Personen, die aufgrund ihrer beruflichen Position oder ihres gesellschaftlichen Engagements einen privilegierten Zugang zu Gruppen haben und Inhalte entsprechend weitervermitteln können. Die Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen wie IFEN oder INAP, Gemeinden, Schulen, Vereinen oder Interessengruppen haben daher nicht nur eine inhaltliche sondern auch eine strategische Bedeutung.

Angesprochen sind insbesondere Gemeindemitarbeiter und Mitglieder von Kommissionen, Gruppenleiter der Pfadfinder, Erzieher von Maison Relais und Jugendhäusern, Lehrer des Enseignement Fondamental und Secondaire, außerschulische Multiplikatoren, Studenten, Mitarbeiter und Ehrenamtliche von NGOs.

In den nächsten Monaten sind folgende Fortbildungen in Zusammenarbeit mit dem IFEN vorgesehen:

  • „Globalisierung mitgestalten! Methoden und Inhalte des Globalen Lernens“ für LehrerINNEN des Enseignement Fondamentale: 23. Oktober und 6. November 2018, von 15 bis 19 Uhr im Centre d’Informations Tiers Monde (CITIM), 55 avenue de la liberté. L-1931 Luxembourg
  • „Junge Weltbürger ausbilden! Methoden und Inhalte des Globalen Lernens“ für LehrerINNEN des Enseignement Secondaire: 25. Oktober und 8. November 2018, von 15 bis 19 Uhr im Centre d’Informations Tiers Monde (CITIM), 55 avenue de la liberté. L-1931 Luxembourg

Kontakt und weitere Informationen: Birgit Engel, ASTM-Bildungsreferentin, Tel. 400 427-29, ecm@astm.lu

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