20.09.19

Freihandelspolitik der EU: Weiter so – koste es, was es wolle?

When:
10/10/2019 @ 20:00 – 22:00 Europe/Luxembourg Timezone
2019-10-10T20:00:00+02:00
2019-10-10T22:00:00+02:00
Where:
Cercle Cité
Place d'Armes
2 rue Genistre
L-1623 Luxemburg

Die Entscheidung zum umstrittenen Handelsabkommen der EU mit Kanada – CETA – in der Luxemburger Abgeordnetenkammer steht bevor.

Aus dieser Aktualität lädt die Luxemburger Plattform Stop CETA & TTIP(*) ein zu einem Vortrag mit Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt & Entwicklung, das 1992 nach der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung gegründet wurde und Aktivitäten deutscher Nichtregierungsorganisationen in internationalen Politikprozessen zu nachhaltigen Entwicklung koordiniert. Er beobachtet seit 25 Jahren die internationale Handelspolitik und ist im Koordinierungskreis des deutschen Netzwerks Gerechter Welthandel. (Une traduction orale directe en français sera assurée.)

FREIHANDELSPOLITIK DER EU: WEITER SO – KOSTE ES, WAS ES WOLLE? WARUM WIR EINE ANDERE WIRTSCHAFTS- UND HANDELSPOLITIK BRAUCHEN

Die aktuelle Wirtschafts- und Handelspolitik verliert immer mehr an gesellschaftlichem Rückhalt, denn sie führt zu immer mehr sozialer Ungleichheit und Umweltzerstörung. Die Auseinandersetzung über TTIP, das geplante Abkommen zwischen EU und USA, hat sicherlich massgeblich zu dieser ablehnenden Haltung zahlreicher Menschen beigetragen. Doch die Probleme gehen weit über TTIP hinaus: “Immer mehr Menschen lehnen nicht nur diese Abkommen, sondern auch die dahinter stehende Politik ab”, so Jürgen Maier.

Im Herbst dieses Jahres soll in der Luxemburger Abgeordnetenkammer über das umstrittene Freihandelsabkommen zwischen EU und Kanada (CETA-Abkommen) abgestimmt werden. Die Luxemburger Stop CETA & TTIP Plattform richtet dabei einen dringenden Appell an die Abgeordneten, dem Abkommen NICHT zuzustimmen. Ebenso richtet die Plattform, wie auch Bauernverbände, einen Appell an die Regierung das Mercosur-Abkommen abzulehnen (Abkommen zwischen EU und 4 südamerikanischen Staaten).

Aber warum genau wehren sich immer mehr Menschen weltweit gegen diese Abkommen? Wo liegen die Probleme? Wer entscheidet, wann, ob und wie sie in Kraft treten?

Aber vor allem: Welche Alternativen gibt es zu Freihandelsabkommen nach dem Modell CETA oder Mercosur? Wie könnte vor allem auch ein fairer Welthandel aussehen? Wer müsste ihn gestalten? Gibt es Chancen eine Kehrtwende herbeizuführen?

Auf diese und andere Fragen wird der Referent im Laufe des Abends eingehen. Sein Credo: Handelspolitik muss die Prioritäten der Gesellschaft widerspiegeln, und dies ist nicht noch mehr neoliberale Globalisierung, sondern Demokratie, Ökologie und eine soziale Politik!

(*) Mitglieder der Plattform Stop CETA & TTIP: ALEBA – 1er Syndicat du Secteur Financier , Action Solidarité Tiers Monde – ASTM / Cercle de Coopération des ONG, Bio-Lëtzebuerg asbl., Caritas Luxembourg, CGFP – Confédération Générale de la Fonction Publique, Fairtrade Lëtzebuerg asbl, FGFC, FNCTTFEL-Landesverband, Greenpeace Luxembourg, Lëtzebuerger Landjugend a Jongbaueren, LCGB, Mouvement Ecologique, natur&ëmwelt, OGBL Syndicat No 1 au Luxembourg, STOP TAFTA Luxembourg, Syprolux Deng Gewerkschaft – Deng Säit, ULC nouvelle asbl, Union Syndicale Fédérale